Die sieben Geister Gottes werden an vier Stellen in der Offenbarung genannt:
„Johannes: an die sieben Gemeinden in der Provinz Asia. Gnade für euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, von den sieben Geistern vor seinem Thron und von Jesus dem Messias.“ (Offb 1,4-5a)
„Dem Boten Gottes – der Gemeinde – in Sardes schreibe: Folgendes sagt, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke.
Du hast den Namen, dass du lebst, und du bist tot.“ (Offb 3,1)
„Von dem Thron gehen Blitze, Stimmen und Donner aus. Sieben brennende Feuerfackeln sind vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.“ (Offb 4,5)
„Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und in der Mitte der Älteren ein Lamm stehen, wie getötet gewesen, das hatte sieben Hörner und sieben Augen. – Das sind die sieben Geister Gottes, die auf die ganze Erde gesandt sind. -“ (Offb 5,6)
In der prophetischen Symbolsprache der Offenbarung wird auf diese Weise der Heilige Geist dargestellt. Die Siebenzahl als Zahl der Ganzheit bringt so die Vollkommenheit, die Fülle und die Vielfalt des Geistes zum Ausdruck.
Diese Sichtweise passt an allen der vier genannten Stellen:
Gnade und Friede gehen von Gott, dem Geist und Jesus aus. (1,4-5)
Der Geist Gottes im Bild des Feuers ist präsent vor dem Thron Gottes. (4,5)
Jesus hat den Geist bekommen, um durch ihn in seiner Gemeinde zu wirken. (3,1)
Das Lamm besitzt den Geist und hat ihn auf die ganze Erde ausgesandt. (5,6)
Die Siebenzahl des Geistes korrespondiert auch mit der Zahl der sieben Gemeinden, die hören sollen, was der Geist den Gemeinden sagt. Auch die sieben Gemeinden stehen ja als Beispiele für die gesamte und vielfältige christliche Gemeinde.
Vielleicht steht bei der Verbindung der Siebenzahl mit dem Geist Gottes auch noch die Aussage von Jes 11,2 im Hintergrund. Hier spricht Jesaja prophetisch über den Messias:
„Und ruhen wird auf ihm der Geist des Herrn,
ein Geist von Weisheit und Einsicht,
ein Geist von Planung und Kraft,
ein Geist von Erkenntnis und Ehrfurcht des Herrn.“