Entdeckungen eines Bibelübersetzers

Kategorie: Corona

Hilarius, Lehrer, 4. Jahrhundert

Hilarius sagt: „Da nach einem Gott und Herrn auch eine Taufe und ein Glaube sein sollte, so sind wir von dem einen Glauben abgefallen. Und indem wir mehrere Glaubensbekenntnisse haben, ist nun gar kein Glaube mehr übrig. … Indem wir uns nun um Worte zanken, nach Neuerungen fragen und von zweifelhaften Dingen ausgehen, über deren Urheber klagen, auch Parteien machen, schwerlich übereinstimmen können und einer den anderen verbannt und verflucht, so gehört fast keiner mehr Christo an. Denn wir werden von einem ungewissen Wind der Lehre herumgetrieben, und wenn wir lehren, so machen wir nur Unruhe; lassen wir uns von anderen lehren, so wissen wir nicht, woran wir sind.“

Zitiert von Gottfried Arnold in „Unparteiische Kirche- und Ketzerhistorie“, Ausgabe von Koehler & Amelang, Leipzig 1975.

Nochmal zur Corona-Impfung

Nochmal zur Corona-Impfung möchte ich hier ein paar weitere Gedanken veröffentlichen. Sie sind mir aufgrund von Rückfragen in diesem Zusammenhang vom Wort Gottes her wichtig geworden. Ich hoffe, es ist geklärt, dass wir hier weder über Emotionen noch über Politik sprechen. Wir sprechen über sachliche Fragen, die jedes Einzelne für sich vor Gott abklären muss. Dabei ist es hilfreich, verschiedene Themen und Argumentationen zu unterscheiden, die teilweise durcheinanderlaufen. Man sollte sie entwirren und sortieren, um besser klarzusehen.

Die Gefahr droht von innen

1) Jesus hat in der Auseinandersetzung mit den Pharisäern um das Essen von Speisen mit unreinen Händen einen Grundsatz aufgestellt, den ich an die erste Stelle meiner Betrachtung stellen will, ich zitiere Mk. 7,15: „Es gibt nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn unrein machen kann. Das, was aus dem Menschen herauskommt, ist vielmehr das, was den Menschen unrein macht.“

Und auf Nachfrage der Jünger erklärt es ausführlich – V.18-23: „Versteht ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann, denn es geht nicht ins Herz, sondern in den Bauch und geht hinaus ins Klo, und so werden alle Speisen gereinigt.“ Er sagte: „Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die schlechten Gedanken: Hurereien, Diebstähle, Morde, Ehebrüche, Habgierigkeiten, Bosheiten, Hinterlist, Hemmungslosigkeit, böser Blick, Lästerung, Einbildung, Unvernunft. Dieses Böse kommt alles von innen heraus und macht den Menschen unrein.“

Damit wird eine Priorität klargestellt: Der Feind kommt nicht von außen, sondern von innen. Die Frage nach der Sünde betrifft dein Herz. Für die Reinigung des Herzens haben die Pharisäer keine Antwort. Hier hilft nur der neue Weg mit der Kraft des von Jesus vergossenen Blutes und der Kraft des Heiligen Geistes. Bevor wir also über die Versündigung durch eine von außen kommende Impfung sprechen, stelle klar, dass die Wurzeln der Sünde in dir ausgerottet sind. Oder wie Johannes es ausdrückt – Joh.3,9: Jeder, der aus Gott geboren ist, vollbringt keine Sünde, weil sein Same in ihm bleibt. Er kann sich nicht versündigen, weil er aus Gott geboren ist.“

Was von außen kommt

2) Für von außen kommende Dinge gibt es im Neuen Testament erstaunlicherweise Bereiche, in denen es verschiedene Meinungen und Erkenntnisstände geben darf, so beim Essen von Fleisch, das womöglich heidnischen Göttern geweiht sein könnte, beim weiteren Einhalten oder Nichteinhalten von Feiertagen und beim Befolgen von Speisegeboten. Dazu stellt Paulus zwei Prinzipien auf:

Zum einen: „Für die Reinen ist alles rein.“ (Tit. 1,15) und „Alles von Gott Erschaffene ist gut. Nichts ist verwerflich, was mit Dank angenommen werden kann.“ (1.Tim. 4,4)

Zum anderen: „Es ist zwar alles rein, aber schlimm für den Menschen, der etwas isst, obwohl es ihm ein Anstoß ist. (Da) ist es gut, kein Fleisch zu essen und keinen Wein zu trinken und nichts, woran dein Bruder oder deine Schwester sich stößt. Du, den Glauben, den du hast, habe ihn für dich selbst vor Gott! Glücklich ist der, der sich nicht selbst verurteilt mit dem, was er für gut erklärt. Wer Zweifel hat, wenn er isst, ist aber verurteilt, weil es nicht aus Glauben kommt. Alles, was nicht aus Glauben kommt, ist Sünde.“ (Röm. 14.20-23)

Dankbarkeit für alles aus Gottes Schöpfung

Wir dürfen also alles, was aus der Welt im Sinne von Gottes Schöpfung kommt, mit Dank annehmen, gebrauchen und genießen. Andererseits ist es klar, dass wir uns in keiner Weise am Götzendienst der Menschen in der Welt beteiligen. Und in der Abgrenzung dieser beiden Dinge lässt uns das Neue Testament einen Freiraum für eigene Erkenntnis und eigene Entscheidung. Dabei muss aber auch Freiraum zum Wachsen in der Erkenntnis bleiben: „Und wenn ihr in etwas anders denkt, wird Gott euch auch das enthüllen.“ (Phil. 3,15)

In solchen Bereichen sollte unter Christen daher liebevolle Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme geübt werden. Und es gibt schon gar keinen Grund, mit solchen Themen unter Christen oder gar in der Welt zu „missionieren“.

Ich bin mir bewusst, dass sich die bisherigen Aussagen nicht aufs Impfen, sondern aufs Essen beziehen. Aber Impfen gab’s damals noch nicht. Und so ist das Essen als „etwas von außen zu sich nehmen“ dann vielleicht doch die beste Parallele, von der wir aus auch das Impfen betrachten können.

Übertragung auf die Impfstoffe

3) Bei den Fachfragen muss ich mich darauf verlassen, was ich bei den in meinen Augen am ehesten zuverlässigen Faktenchecks im Internet finde. Demnach gibt es bei den gebräuchlichen Corona-Impfstoffen zwei, die mit Hilfe von embryonalen Zelllinien entwickelt wurden. Das sind die Vektorimpfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Nur gegen diese kann sich eine Argumentation richten, die die Verwendung solcher Zelllinien ablehnt, weil sie ursprünglich jeweils aus einem abgetriebenen Fötus entnommen wurden. Wichtig: Diese Impfstoffe wurden zwar mit Hilfe dieser Zellinien entwickelt und hergestellt, sie enthalten aber keine solchen Zellen, die man bei der Impfung in sich aufnehmen würde. Bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna besteht dieses Problem nicht, auch nicht bei den kommenden Totimpfstoffen von Novavax und Valneva, da sie mit anderen Mitteln und Methoden hergestellt werden. Mit ihnen könnten sich auch Christen problemlos impfen lassen, die die Verwendung embryonaler Zelllinien bei der Herstellung ablehnen.

(Korrektur 17.01.2022): Es gibt Informationen, nach denen bei den mRNA-Impfstoffen embryonale Zellinien zwar nicht zur Entwicklung, aber zu Testungen verwendet worden sind. Wer die Verwendung solcher Zelllinien generell ablehnt, kann dann natürlich auch diese Impfstoffe nicht akzeptieren. Dann bleibt – bei prinzipieller Impfwilligkeit – nur das Warten auf die traditionell hergestellten sogenannten Totimpfstoffe. Bis zu deren Verwendbarkeit müssen dann die Benachteiligungen akzeptiert werden, die das Ungeimpftsein unter den jeweils gültigen Corona-Regeln mit sich bringt.)

Die Verwendung von menschlichem Gewebe für medizinische Forschung gehört aber weniger in den Zusammenhang der Abtreibungsproblematik. Die Kinder werden ja nicht zum Zweck der medizinischen Forschung abgetrieben. Die modernen Götzen, denen die Menschen dienen, verlangen vielmehr auch heute noch ihre Opfer, auch Kinderopfer. Das Phänomen ist uns von Israels Nachbarvölkern schon aus dem alten Testament bekannt, es ist ein Gräuel vor Gott.

Gottesgabe oder Teufelszeug?

Die Verwendung von menschlichem Gewebe zum Zweck medizinischer Forschung gehört meines Erachtens aber eher in den Rahmen der medizinischen Wissenschaft. In ihr wird menschliches Gewebe in vielfältiger Weise erforscht, untersucht, seziert, sequenziert und gezüchtet, um möglichst effektive Behandlungsmethoden, Wirkstoffe und Medikamente zu entwickeln. Und zu denen gehören auch Impfstoffe, die zugegebenermaßen schon viel menschliches Leid und Leiden gemildert oder gar geheilt haben. Die Frage, ob das eine Gottesgabe oder Teufelszeug ist, muss jeder selbst beantworten. Ich für mich tendiere zur Gottesgabe. Denn letztlich werden die wunderbaren Ideen und Funktionen von Gottes Schöpfungsintelligenz im menschlichen Körper erforscht und genutzt.

Ja zur medizinischen Behandlung

4) Eine andere Argumentationslinie ist die, ob wir nicht im Vertrauen auf die Bewahrungs- und Heilkraft des Herrn als Ausdruck unseres Glaubens ganz auf eine Impfung verzichten sollten. Dieses Argument betrifft dann aber jegliche medizinische Behandlung. Große Achtung hätte ich vor Geschwistern, die im Glauben so stark sind, dass sie auch ganz darauf verzichten. Ich kenne aber keine solchen persönlich. Ich habe nur einmal ein Buch über „Smith Wigglesworth“ gelesen, der das für sich so praktizierte, aber zeitweise unter großen Schmerzen. Für mich selbst habe ich tatsächlich auch schon mit dem Gedanken sympatisiert. Ich habe aber bemerkt, dass Gott einfach auch durch den Arzt oder das Medikament gerne hilft. Und ich nehme das im Glauben mit Danksagung gerne an. Das gilt dann ja auch für eine Impfung.

Was uns noch fehlt

5) Wovon ich träume: Dass einfache Christen in einfachem Glauben sich in einfachen Gemeinden im Namen von Jesus versammeln. Und er ist mit der Kraft des Heiligen Geistes mitten unter ihnen. Dass unter Ausschluss von menschlichem Gerede und religiösem Getue sich Gottes Wort und Gottes Kraft in biblischem Ausmaß unter ihnen entfaltet. Und dabei geschieht völlige Hingabe, Reinigung, Heiligung, Befreiung und Heilung. Dass solche Versammlungen auch entgegen staatlicher Verbote stattfinden, weil sie das Lebenselement dieser Art von Gemeinde sind. Denn es ist so Gottes Wille, und Menschen werden dort nicht krank, sondern gesund. Eine Athmosphäre göttlicher Gegenwart, in der nichts Böses eine Chance hat, auch kein Virus.

Man wird ja noch träumen dürfen …

Gemeinde und Welt

Bei der Beschäftigung mit Argumentationen im Rahmen der Corona-Impfproblematik ist mir aufgefallen, dass hier oft wieder eine Unklarheit mitmischt, die es auch in vielen anderen Bereichen gibt und überall für Verwirrung sorgt. Ich meine die fehlende Unterscheidung zwischen der Gemeinde des Herrn und der Welt. Mal meint man mit „wir“ die Christen, und mal meint man mit „wir“ die Gesellschaft. Hier sollte man deutlich unterscheiden lernen, um nicht ständig weltliche Politik und Reich Gottes durcheinanderzuwerfen. Ich zitiere dazu ein Kapitel aus einem Buch, das ich fast fertig geschrieben habe und das der Veröffentlichung meiner NT-Übersetzung irgendwann folgen wird:

Im Neuen Testament ist völlig deutlich, dass „Gemeinde“ und „Welt“ zwei einander gegenüber stehende Größen sind. Die Gemeinde besteht aus Wiedergeborenen, die lernen, sich vom Geist Gottes leiten zu lassen. Die Welt besteht aus natürlich Geborenen, die sich von den Gegebenheiten der menschlichen Natur leiten und verleiten lassen. Jesus hat gerade auch in seinen Abschiedsreden sehr deutlich gemacht, dass die Seinen zwar „in der Welt“ sind, aber nicht „von der Welt“. In seiner Gemeinde zählt nicht die natürliche Geburt, sondern die geistliche Geburt. Und so gibt es das im Neuen Testament geläufige „drinnen“ und „draußen“.

Ein Beispiel von Paulus

Ich zitiere die deutliche Erklärung von Paulus (2.Korinther 5,9-13): „Im (vorigen) Brief hatte ich euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt. (Ich meinte da) ganz und gar nicht die Unzüchtigen dieser Welt oder die Habgierigen und Räuber oder Götterverehrer, da müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen. Jetzt schreibe ich euch aber, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemand, der sich ‚Bruder‘ nennen lässt und ein Unzüchtiger ist oder ein Habgieriger, ein Götterverehrer, ein Verleumder, ein Trinker, ein Räuber, mit einem solchen dürft ihr auch nicht essen! Was liegt mir denn daran, über die draußen zu urteilen? Müsst ihr nicht über die bei euch drinnen urteilen? Über die draußen spricht Gott das Urteil. Ihr müsst ‚den Bösen entfernen aus eurer Mitte‘!“

Ein interessanter Ansatz: Unsere Aufgabe in der Gemeinde ist neben dem geistlichen Aufbau auch notfalls das Entfernen von hartnäckigen Sündern, um die Gemeinde in Reiheit vor Gott zu erhalten. Die Welt dürfen wir sich selbst bzw. dem Urteil Gottes überlassen. In der Welt sind wir Licht, Salz und Zeugnis. In der Gemeinde stehen wir gemeinsam vor dem heiligen Gott, wo kein Platz für Sünde ist. Nur wer bereit ist, sich zu reinigen bzw. sich kraft des Blutes von Jesus reinigen zu lassen, kann aufgenommen werden in die Gemeinde und seinen Platz dort behalten.

Von da an ging’s bergab

Diese wesensmäßige Barriere zwischen Gemeinde und Welt wurde schon in den ersten Jahrhunderten des Christentums aufgehoben. Das war der wichtigste Baustein für den Sieg des Antichristentums. „Welt“ und „Gemeinde“ wurden zusammengeführt, es entstand eine „christliche“ Welt bzw. eine weltliche „Christenheit“. Aus der Braut des Lammes wurde die Hure Babylon. Und die wirkliche Gemeinde des Herrn wurde von ihr verfolgt.

Nur wenn wir in unserem Denken diese Unterscheidung von Gemeinde und Welt wieder benennen und beachten, können wir geistliche Gemeinde bauen. Die Gemeinde wird dabei ihren Platz „in der Welt“ haben, aber die Welt darf keinen Platz in der Gemeinde haben. Sie darf keinen Platz haben in den Köpfen, in den Herzen, in den Strukturen. Das bedeutet völlige Reinigung von allen überkommenen weltlichen Denkweisen, Verhaltensmustern und Strukturen. Wie könnte die Gemeinde sonst die Vorhut der neuen Welt Gottes sein?

Gedanken zur Corona-Impfung

Die Diskussion bzw. Verwirrung um die Corona-Impfung scheint auch in christlichen Kreisen verbreitet zu sein. Daher möchte ich hier zwei Gedanken zur Corona-Impfung weitergeben, die mir aus der Bibel wichtig geworden sind.

Kein Grund zur Angst

1) Ich denke, die Problematik wird weltlicherseits im Wesentlichen aus Angst gespeist. Auf der einen Seite Angst vor einer Covid-19-Erkrankung mit ihren möglichen Neben- und Nachwirkungen, auf der anderen Seite Angst vor einer Corona-Impfung mit neuartigen Impfstoffen und deren möglichen Neben- und Nachwirkungen. Auf der einen Seite sollte man sich auf jeden Fall impfen lassen, auf der anderen Seite sollte man sich auf gar keinen Fall impfen lassen. Soweit die weltliche Sicht.

Aus christlicher Sicht möchte ich dazu sagen, dass Angst ein sehr schlechter Ratgeber ist. Angst ist im Prinzip Unglaube und Gottlosigkeit. Im Glauben an Gott, unseren Vater, an Jesus, unseren Herrn, und an die Kraft des Heiligen Geistes sollten wir im geistlichen Wachstum von der Angst geheilt bzw. befreit werden. Ein anderer Ausdruck für Angst ist Furcht. Und über die Frage, wen oder was wir fürchten oder nicht fürchten sollen, gibt es eine klare Auskunft von Jesus – Matthäus 10,28:

„Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und die Seele nicht töten können! Fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib zugrunde richten kann in der Hölle!“

Richtige und falsche Furcht

Jesus spricht hier im ersten Satz zwar von Menschen, die den Leib töten können, aber ich denke, man kann die Aussage sinngemäß ausweiten: Fürchtet euch nicht vor einem Virus, fürchtet euch nicht vor einem Impfstoff! Die wichtige und entscheidende Furcht ist die Furcht Gottes. Jesus stellt hier Zeit und Ewigkeit einander gegenüber, ein zeitliches Leiden mit zeitlichem Tod und ewiges Leiden im ewigen Tod. Wenn du einen Virus oder einen Impfstoff fürchtest, dann fürchtest du nicht Gott. Dann bestimmt nicht Gott dein Leben, sondern ein Virus bestimmt dein Leben, oder die Bedrohung durch eine Impfung bestimmt dein Leben.

Merke: Da, wo „auf keinen Fall / um keinen Preis“ am Werk sind, umgekehrt auch „auf jeden Fall / um jeden Preis“, da wird Götzen gedient. Die christliche Sicht ist: Ich möchte um jeden Preis mit Gott im Reinen sein, ich möchte um keinen Preis riskieren, verloren zu gehen. Alles andere ist maximal zweitrangig. Stell bitte diese Prioritäten klar in deinem Leben!

Die Obrigkeit ernstnehmen

2) Was die immer dringender werdende Impfempfehlung bzw. die stufenweise kommende Impfpflicht betrifft, möchte ich an die neutestamentlichen Gebote über unser Verhältnis zur Obrigkeit erinnern:

Römer 13,1+2: „Jeder Mensch soll sich vorgesetzten staatlichen Autoritäten unterordnen! Es gibt nämlich keine staatliche Autorität, außer von Gott. Die, die es gibt, sind von Gott angeordnet. Wer sich gegen die staatliche Autorität stellt, widersetzt sich daher der Anordnung Gottes. …“ Und 1.Petrus 2,13+14: „Ordnet euch jeder menschlichen Ordnung unter wegen des Herrn: Sei es einem König als einem Vorgesetzten, sei es Regenten als die von ihm gesandt sind zur Strafe für die, die Übles tun, zum Lob für die, die Gutes tun! …“

Die staatliche Gewalt ist zur Eindämmung des Bösen in der Welt von Gott so angeordnet, und wir sollen sie anerkennen und uns unterordnen. Das ist keine beliebige Empfehlung, sondern ein klares Gebot. Natürlich kennt das Neue Testament auch die Ausnahme davon, dass wir Gott mehr gehorchen müssen als den Menschen. Ungehorsam gegenüber dem Staat muss da erfolgen, wo er etwas von uns verlangt, was dem Willen Gottes widerspricht. Und dann natürlich mit allen Konsequenzen bis hin zum Leiden oder zum Tod. Ich denke, es ist deutlich, dass in diesem Sinne das Impfen keine Glaubensfrage darstellt. Und glaube keinem, der es zu einer Glaubensfrage macht!

dem Ende entgegen

Ich sehe, dass in verschiedensten Richtungen sehr viel Dämonisches unterwegs ist in der Welt. Kein Wunder, dass Verwirrung, Hass, Radikalität, Unsicherheit und Uneinsichtigkeit sich verbreiten. Die Welt geht ja ihrem Ende entgegen, ich denke, wir werden es erleben. Um sicheren Halt und klaren Kurs zu behalten, verankere dich in Gott. Verankere dich in der Liebe Gottes, in der Furcht Gottes, im Halten seiner Gebote. Und Jesus sagt seinen Jüngern – Matthäus 28,20: „Und seht, ich bin mit euch, alle Tage, bis zum Ende der Welt.“

Weitere Gedanken zur Corona-Impfung habe ich geschrieben im Beitrag: „Nochmal zur Corona-Impfung“

Gedanken in der Corona-Krise

Angesichts der ungewöhnlichen Situation in der Corona-Krise habe ich ein paar Gedanken zusammengestellt, die uns hoffentlich eine gute biblische Grundlegung geben können. Während die Welt rotiert, haben wir als Christen den Vorteil, aus dem Wort Gottes Klarheit zu bekommen. Ich formuliere jeweils eine Aussage und stelle dann die entsprechenden Bibelstellen dazu:

1) Der wahre Grund, warum Menschen sterben, ist nicht ein Virus, sondern die Sünde.

1.Mo. 2,16+17: Und der HERR, Gott, befahl dem Adam: „Von jedem Baum im Paradies darfst du ganz gewiss essen, aber vom Baum des Erkennens von Gut und Böse, von ihm darfst du nichts essen! Denn an dem Tag, an dem du von ihm isst, wirst du ganz gewiss sterben!“

Röm. 5,12: Deshalb: Wie durch einen einzelnen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, so ist der Tod auch weitergegangen zu allen Menschen, weil sich alle versündigt haben.

2) Gott hat das Lebensalter des Menschen begrenzt, diese Grenze wird auch mit Zahlen angegeben.

Ps. 90,10: Die Zeit unseres Lebens währt siebzig Jahre, wenn es hochkommt, achtzig.

Auch hier wird der Grund dafür deutlich genannt:

Ps. 90,7+8: Ja, unter deinem Zorn schwinden wir hin, durch deine Zornesglut werden wir starr vor Schrecken. Unsere Sünden hast du vor dich hingestellt, unsere verborgene Schuld ins Licht deines Angesichts.

3) Auch ungewöhnliche Todesursachen treffen keine Unschuldigen.

Lk. 13,1-5: Zur selben Zeit waren einige da, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfergaben vermischt hatte. Und er antwortete und sagte ihnen: „Meint ihr, dass diese Galiläer mehr als alle Galiläer Sünder waren, dass sie das erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr euch nicht ändert, werdet ihr alle genauso umkommen. Oder jene achtzehn, auf die der Turm von Schiloach fiel und sie tötete: Meint ihr, dass die mehr schuldig waren als alle Menschen, die in Jerusalem wohnen? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr euch nicht ändert, werdet ihr alle genauso umkommen!“

4) Jesus ist stärker als alle Krankheiten und Seuchen.

z.B. Lk. 4,40: Und als die Sonne untergegangen war, brachten sie alle Schwerkranken, die sie hatten, zu ihm, mit verschiedensten Krankheiten, und er legte jedem einzelnen von ihnen die Hände auf und heilte sie.

5) Der Gläubige hat einen festen Schutz in Gott.

Ps. 91,5+6: Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, nicht vor der Pest, die im Finsteren schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag.

6) Die Lebenszeit eines Gläubigen wird von Gott bestimmt.

Ps. 31,15+16a: Ich aber, HERR, ich habe dir vertraut, ich habe gesagt: Mein Gott bist du. In deiner Hand steht meine Zeit.

7) Im Neuen Testament geht die Erlösung in Jesus so weit, dass der Tod aufgehoben wird.

Joh. 5,24: Amen, Amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod ins Leben übergegangen.

Joh. 11,26: Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?

In diesem Sinne verstehe ich auch die Aussage von Jesus:

Mt. 16,28: Amen, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden vom Tod nichts kosten, bis sie den Menschensohn kommen sehen mit seinem Königreich.

8) Die Überwindung des Todes und damit auch der Todes-Angst ist die Frucht des Todes Jesu am Kreuz.

Hebr. 2,14+15: Weil die Kinder nun Anteil an Fleisch und Blut haben, gehörte er auf die gleiche Weise zu ihnen, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die überwältigende Kraft des Todes hat, das ist der Teufel, und um die freizumachen, die durch Angst vor dem Tod das ganze Leben hindurch der Versklavung verfallen waren.

9) Im Leben mit Jesus entsteht eine völlig neue Sicht der Dinge. Der „Tod“ wird zum Ziel des Lebens: endlich beim Herrn zu sein.

Phil. 1,21-24: Für mich ist das Leben der Messias und das Sterben Gewinn. Wenn dieses Leben im Körper mir aber Frucht aus dem Tun (bringt), weiß ich nicht, was ich wählen soll. Ich bin von beidem gepackt, weil ich das Sehnen habe, heimzugehen und beim Messias zu sein, was viel, viel besser wäre, im Körper zu bleiben ist aber nötiger wegen euch.

2.Kor. 5,8: Wir sind zuversichtlich und finden es viel besser, nicht mehr im Leib daheim zu sein und daheim zu sein beim Herrn.

10) Dass wir lernen, nicht menschlich, sondern göttlich zu denken, ist unsere bleibende Aufgabe.

Röm. 12,2: Und passt euch nicht an die Lebensart dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüft, was Gottes Wille ist, das Gute und Wohlgefällige und Erwachsene!