Ein Bibelübersetzer entdeckt ...

Schlagwort: Weisheit

Altdeutsche Spruchweisheit

Altdeutsche Spruchweisheit – die folgenden Sprüche habe ich dem Büchlein „Altdeutscher Witz“ entnommen. Es ist – leider ohne Jahresangabe – einst im Bertelsmann Lesering erschienen. Allem Anschein nach stammen die meisten der Sprüche noch aus dem Mittelalter:

Wie einer liest in der Bibel, so steht am Haus der Giebel.

Alles Böse kommt vom Guten her, aus Engeln Teufel, aus Jungfrauen Huren.

Die Gelehrten: die Verkehrten.

Wenn der Papst Geld braucht, bevölkert er den Himmel.

Der Teufel hat mehr Apostel denn zwölf.

Man braucht sieben Lügen, um eine Lüge zu bestätigen.

Die allzeit lehren, sich nimmer bekehren.

Man muss die Laster schlagen, wie die Parther ihre Feinde – durch Fliehen.

Wer ein Amt genommen, ist der Freiheit verkommen.

Die Pfaffen predigen zu ihren Ehren und nicht, um andere zu belehren.

Alle Menschen verkehren das Vaterunser und wollen nur, dass ihr Wille geschehe.

Bücher fressen und nicht käuen macht ungesund.

Besser mit den Füßen gestrauchelt als mit der Zunge.

Wer dem Haufen folgt, hat viele Gesellen.

Der Herr Christus hat am meisten von den Gelehrten leiden müssen.

Die Lüge bedarf gelehrter, die Wahrheit einfältiger Leute.

An der Geduld kennt man den Mann.

An Gott sind schon viele Narren irre geworden.

Das ist ein gute Traurigkeit, wenn man um Sünd trägt herzlich Leid.

Gott fürchten, ein gesunder Leib, ein fröhlich Herz, ein freundlich Weib, ein guter Wein, das Gewissen rein, mag wohl das beste Leben sein.

Heute ist die beste Zeit.

Lust haben zur Tugend ist auch Tugend.

Viele kennen viel; sich selbst kennt keiner.

Wenn Gott nicht schwimmen könnte, wäre er längst im Pfaffenwein ersoffen.

Wer beten will, der richte sich eine Kapelle zu in seinem Herzen.

Die Pfaffen machen die Hölle heiß um des Opfers willen.

Sünde schadet nicht so viel als eigene Gerechtigkeit.

Die Wahrheit hat einen blauen Rücken.

Wenn wir täten, was wir sollten, so tät Gott auch, was wir wollten.

Gott hat die ganze Welt für den Menschen, den Menschen aber für sich selbst geschaffen.

Die Welt ist eine Insul, darin vier Festungen sind: Goldberg, Neideck, Hohenzorn und Haderwick.

Geredet ist geredet, man kann es mit keinem Schwamm wegwischen.

Des Menschen Herz ist von Natur aus ein Götzenhaus.

Reden kommt von Natur, Schweigen vom Verstand.

Vor nichts nimm dich bei Tag und Nacht so sehr als vor dir selbst in Acht!

Wer noch dem Papst sein Gut zuschleift und glaubt, dass man den Himmel käuft, der ist ein armer Narr und Aff; der Himmel hat nicht Mönch noch Pfaff.

Es ist umsonst, dass dir das Glück gewogen ist, wenn du nicht selbst erkennst, wie sehr du glücklich bist.

Die Wahrheit ist ein selten Kraut, noch seltener, wer es gut verdaut.

In jedem Pfäfflein steckt ein Päpstlein.

Die uneinigen Pfaffen werden eins über des Ketzers Haar.

Wenn man Deutsche verderben will, so nimmt man Deutsche dazu.


Die altdeutsche Spruchweisheit gibt interessante Einblicke in die Erfahrungswelt längst vergangener Zeiten, besonders auch im Verhältnis der einfachen Menschen zur Kirche.

Sprüche

Verse aus dem Buch der Sprüche in eigener Übersetzung:

2,6: Denn der Herr gibt Weisheit,
von ihm kommt Erkenntnis und Einsicht.

3,5: Vertraue mit ganzem Herzen auf Gott,
doch erhebe dich nicht wegen deiner Weisheit!

3,6: Auf all deinen Wegen – kenne ihn,
damit er deine Pfade ebnet!

3,11: Mein Kind, weise keine Erziehung des Herrn zurück,
werde nicht mutlos, wenn du von ihm überführt wirst!

3,12: Denn wen der Herr liebt, den weist er zurecht;
er züchtigt jedes Kind, das er annimmt.

3,25: Fürchte dich nicht vor der Leidenschaft der Unverständigen,
auch nicht vor dem Ansturm der Gottlosen, wenn er kommt!
3,26: Denn der Herr wird auf allen deinen Straßen sein;
er wird deinen Fuß bewahren vor Gefahr.

3,27: Lass dich nicht abhalten, einem Bedürftigen Gutes (zu tun),
wenn deine Hand etwas hat, um zu helfen!

3,29: Unternimm nichts, was übel ist für deinen Mitmenschen,
der bei dir wohnt und dir vertraut!

3,34: Gott stellt sich gegen Überhebliche,
Bescheidenen gibt er Gnade.

4,13: Halte fest an der Unterweisung, lass nicht los,
bewahre sie, denn sie ist dein Leben!

4,18: Der Weg von Gerechten ist wie der Lichtglanz,
er geht auf und wird immer heller, bis der Tag da ist.

5,21: Direkt vor den Augen des Herrn sind ja die Wege eines Menschen,
auf alle seine Pfade achtet er.

7,2: Behüte meine Gebote, und du wirst leben,
(behüte) meine Unterweisung wie deinen Augapfel!

10,2: Verbrecherische Schätze nützen nichts,
aber Gerechtigkeit rettet vor dem Tod.

10,7: Die Erinnerung an Gerechte (bleibt) ein Segen,
der Name von Gottlosen entschwindet.

10,12: Hass erweckt Streit;
alle Vergehen bedeckt aber die Liebe.

10,19: Bei vielen Worten kann man Sünde nicht vermeiden;
die Lippen sparsam zu gebrauchen, wäre klug.

10,28: Die Wartezeit der Gerechten ist Fröhlichkeit,
die Hoffnung der Frevler vergeht.

11,13: Ein doppelzüngiger Mensch geht und verrät geheime Absprachen,
aber ein zuverlässiger Geist hält Dinge bedeckt.

11,19: So (ist es): Gerechtigkeit (führt) zum Leben,
wer hinter dem Bösen her ist, (geht) zum Tod.

11,22: Wie ein Ohrring im Rüssel einer Sau,
so ist Schönheit für eine Frau ohne klaren Verstand.

11,31: Wenn der Gerechte nur mit Mühe gerettet wird,
wo kann dann der Gottlose und Sünder sich sehen lassen?

14,21: Wer einen Hungrigen verachtet, sündigt;
wer aber Erbarmen hat mit Armen, ist glücklich.

14,26: In der Furcht des Herrn ist starkes Vertrauen;
ihren Kindern gibt sie festen Halt.

14,31: Wer einen Bedürftigen schikaniert, verhöhnt seinen Schöpfer;
wer den (Schöpfer) ehrt, hat Erbarmen mit einem Armen.

14,34: Gerechtigkeit erhebt ein Volk,
aber Sünde macht den Völkern Schaden.

15,1: Eine nachgiebige Antwort wendet die Wut ab;
ein kränkendes Wort erweckt den Zorn.

15,13: Ein fröhliches Herz macht ein gutes Gesicht;
aber mit Herzschmerz ist der Geist gequält.

15,16: Besser wenig mit der Furcht des Herrn,
als ein großer Schatz und Panik dabei.

15,17: Besser eine Bewirtung mit Gemüse und Liebe dabei,
als ein gemästeter Stier mit Hass.

15,33: Die Furcht des Herrn ist Erziehung zur Weisheit,
vor der Größe (Gottes) wird man bescheiden.

16,6: Mit Güte und Wahrheit wird Schuld bedeckt;
und mit Furcht des Herrn weicht man vom Bösen.

16,7: Wenn dem Herrn die Wege eines Menschen gefallen,
lässt er auch dessen Feinde mit ihm übereinkommen.

16,9: Des Menschen Herz plant seinen Weg;
doch der Herr macht fest seinen Schritt.

16,18: Vor dem Zusammenbruch kommt Übermut,
vor dem Fall ein hochmütiger Geist.

16,32: Ein Geduldiger ist besser als ein Gewaltiger;
wer mit dem Verstand herrscht, (ist besser) als wer eine Stadt einnimmt.

17,5: Wer einen Armen verspottet, verhöhnt seinen Schöpfer;
wer sich freut, wenn jemand zugrunde geht, wird nicht straflos bleiben.

18,22: Wer eine Frau gefunden hat, hat Gutes gefunden;
er hat Wohlgefallen bekommen vom Herrn.

19;17: Wer Mitgefühl zeigt mit einem Armen, leiht etwas dem Herrn,
und der wird ihm seine Gabe zurückerstatten.

20,9: Wer kann sagen: „Ich bin rein in meinem Herzen,
ich bin gereinigt von meiner Sünde?“

20,12: Ein Ohr, das hört, ein Auge, das sieht –
beide sind Werke des Herrn.

21,21: Wer den Weg der Gerechtigkeit und des Erbarmens geht,
wird Leben und Herrlichkeit finden.

22,9: Wer ein gütiges Auge hat, wird gesegnet;
denn er gibt dem Schwachen von seinem Brot.

23,17: Dein Herz soll sich nicht ereifern über Sünder,
sondern in der Furcht des Herrn sein den ganzen Tag!

23,26: Gib mir, mein Kind, dein Herz;
lass deinen Augen meine Wege gefallen!

25,21: Wenn dein Feind hungert, gib ihm zu essen,
wenn er dürstet, gib ihm zu trinken!
25,22: Wenn du das tust, wirst du glühende Kohlen aufhäufen auf seinen Kopf,
und der Herr wird es dir vergelten.

25,26: Eine verstopfte Quelle, eine kaputte Zisterne
ist ein Gerechter, der vor einem Gottlosen zu Fall gekommen ist.

28,13: Wer seinen Frevel verbirgt, wird keinen Erfolg haben;
wer (ihn) offen bekennt und lässt, wird Erbarmen finden.

29,7: Ein Gerechter weiß, gerecht zu richten für Geringe;
ein Gottloser versteht nicht, (so etwas) zu erkennen.

29,20: Wenn du einen Menschen gesehen hast, eilig mit seinen Worten –
für einen Unverständigen gibt es mehr Hoffnung als für ihn.

29,25: Furcht vor Menschen führt in die Fallgrube,
aber wer auf den Herrn vertraut, bleibt geschützt.

30,8: Nichtiges und verlogenes Reden
halte weit von mir fern!
Gib mir weder Armut noch Reichtum,
weise mir mein regelmäßiges Brot zu!

31,8: Öffne deinen Mund für Gottes Sache,
schaffe heilsam Recht für alle!

Kernsätze zum Nachdenken

Dem Autor fällt ab und zu eine prägnante Aussage ein zum Leben als Christ in der Welt. Hier sind Kernsätze zum Nachdenken von Ulrich Wößner:

Man kann das ganze Vaterunser mit der Veränderung eines einzigen Buchstabens ruinieren: „Mein Wille geschehe …“.

Ein echter Christ hat Zeit, denn er lebt im Ewigen und hat in dieser Welt nichts mehr zu verpassen und nichts mehr zu verlieren.

Wenn Jesus dir genügt, dann ist dein Glück nicht mehr von Menschen und von äußeren Umständen abhängig.

Was bei Menschen hoch ist, ist vor Gott ein Gräuel (Lk 16,15b). Also komm runter!

Das biblische Gebot heißt nicht „Mehr beten!“, es heißt auch nicht „Viel beten!“, es heißt „Beten!“. Und es ist ein Geschenk.

Das Wichtigste scheint dem modernen Menschen gänzlich gleichgültig zu sein: dass Gott ihn voll und ganz ernst nimmt.

Wenn du begonnen hast, an Gott hinaufzuschauen, kannst du nicht mehr an Menschen hinaufschauen. Sie sind klein geworden und keinesfalls mehr größer als du.

Wenn ich die Wunder der Schöpfung betrachte, entdecke ich unendliche Weisheit, nicht unendliche Zufälle.

Dein Wille erfüllt erst seinen Zweck, wenn er will, was Gott will.

Wenn ich täglich davon lebe, dass Jesus für mich gestorben ist, wozu brauche ich einen Feiertag zum Gedenken an seinen Tod?

Wenn ich täglich in der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Jesus lebe, wozu brauche ich einen Feiertag zum Gedenken an seine Auferstehung?

Wer nicht an Gott glaubt, aber meint, man solle Kindern von ihm erzählen, der stellt den allmächtigen Gott auf eine Stufe mit dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen.

Das Internet hat eine erstaunliche Wirkung darin entfaltet, die Sünde der Menschen ans Licht zu bringen.

Die Bibel zu verstehen, ist letztlich eine Lebensaufgabe. Und lass dir diese Aufgabe ja von niemandem abnehmen! (aus „Die Gemeinde des Messias„).

Wenn sich jemand für ein Säugetier hält, das aus einer nahezu endlosen Reihe sinnloser Zufälle entstanden ist, wie ernst muss man ihn dann nehmen?

Prophetisch ist etwas nicht, weil jemand behauptet, es sei prophetisch. Prophetisch ist etwas, wenn es von Gott kommt.

Ich soll nicht die Welt ändern, ich soll mich ändern. Wie sich das auf die Welt auswirkt, darf ich Gott überlassen.

Im Christentum geht es nicht darum, dass Gott und Mensch sich irgendwie näher kommen. Es geht darum, dass der Mensch Gott in sich wohnen lässt – mit allen Konsequenzen.

Echte Heiligkeit erwächst aus Heiligem Geist im Herzen des Christen. Gespielte Heiligkeit ist Betrug.

Wenn du deine Sache Gott übergeben hast, geht sie gut aus – egal wie sie ausgeht.

Die christliche Freiheit: Ich kann alles tun, was ich will – außer sündigen. Und sündigen will ich nicht mehr.

Es geht weniger darum, dass du dich irgendwann bekehrt hast, sondern darum, ob du bekehrt bist.

Es ist nicht die Frage, ob ich den Willen Gottes tun muss, sondern ob ich ihn tun will. Die freie Beziehung zu Gott beruht auf dem freien Willen.

Ein weiser Mensch redet, a) wenn er etwas zu sagen hat, und b) wenn jemand da ist, der hören will, was er zu sagen hat.

Soviel steht fest: Gott wird sich von Menschen nicht beirren lassen.

Wenn Gott die Sache eines Menschen in seine Hand nimmt, wird alles richtig. Wenn ein Mensch die Sache Gottes in seine Hand nimmt, wird alles verkehrt.

Wer im Glauben an Jesus wiedergeboren ist, lebt im Reich Gottes, im Königreich der Himmel. Das heißt, er lebt in einer anderen Welt, in der alles anders ist. Und das muss er lernen.

Ein Gläubiger macht sich keine Sorgen, denn er ist in Gott geborgen und weiß, dass für ihn „alles zum Guten zusammenwirkt“ (Rö 8,28). Macht er sich dennoch Sorgen, ist er ein Kleingläubiger.

Nur das zählt, was bei Gott zählt.

Das Reich Gottes besteht, wie Paulus sagt (2 Ko 4,20), „nicht in Worten, sondern in Kraft“. Also ist alles, was nur in Worten besteht, nicht das Reich Gottes.

Wenn der Glaube eines Gläubigen keine Konsequenzen in seinem Leben zur Folge hat, wie gläubig ist dann der „Gläubige“?

Sünde ist das, wofür Gott seinen Sohn Jesus am Kreuz geopfert hat. Wer Sünde nicht ernst nimmt, nimmt auch den Kreuzestod von Jesus nicht ernst, nimmt also Gott nicht ernst.

Ob die Gemeinde des Herrn wohl bereit ist für seine Ankunft? Ganz sicher ja. Denn die, welche nicht bereit sind, sind nicht seine Gemeinde.

Der Grundkonflikt: Gott setzt alles daran, dass Menschen sich ändern, während der Mensch mit aller Kraft darum kämpft, zu bleiben, wie er ist. Das Geheimnis der Sünde ist nicht, dass ein Mensch sich nicht ändern kann, sondern dass er sich nicht ändern will.

Die Gelehrten des Evolutionsglaubens lehren die Menschen, die unzähligen genialen Konstruktionen in der Natur seien alle durch Zufall von alleine entstanden. Und keiner lacht.

Die Staatsform der Demokratie hat zwei große Schwachstellen: Zum einen die Wähler, zum anderen die Gewählten. In Wahrheit ist es nur eine: die menschliche Natur.

Vor dem allmächtigen Gott ist man klein und bescheiden. In seinem Reich gibt es keinen Platz für aufgeblasene Wichtigtuer.

Die Weltlage könnte manchem humanistisch geprägten Mitchristen vielleicht doch noch die Augen öffnen für die Wahrheit: dass wir in einer feindlichen Welt leben.

Der einzige Ruhepol in dieser Welt ist Gott. Alles andere ist im Fluss und vergeht.

Der Gegensatz zur Kirchlichkeit ist Heiligkeit: die Reinigung von der Sünde, die ganze Übergabe an Gott und die stetige Verwandlung in das Wesen Gottes.

Wenn du auf die Frage, was Jesus dir bedeutet, nicht etwas antwortest wie „Einfach alles!“, hast du den Kern des Christseins nicht verstanden.

Wenn Menschen meinen, einen allmächtigen Gott unterstützen, schützen oder verteidigen zu müssen, ist das auch eine Art Gotteslästerung.

In Bezug auf das Reich Gottes kann man den sprichwörtlichen Hund nicht zum Jagen tragen. Ein Mensch will, oder er will nicht. Es ist seine Entscheidung.

Das Grundprinzip der „Auslegung„: Gottes Wort so lange und so weit auslegen, bis es dem Menschen passt.

Wenn Gott nicht ernst genommen und sein Wort nicht befolgt wird, dann wird der Lobpreis Gottes zu einer Lästerung.

Eine kirchliche Art der Gotteslästerung ist die: den lebendigen Gott und sein Wort zu einem Unterhaltungsprogramm zu machen.

Eines der vielen Dinge, die Gott von den Menschen unterscheidet, ist, dass er den Menschen voll und ganz Ernst nimmt.

Zum Verkünden seiner Botschaft hat Jesus Zeugen gesandt. Das Kennzeichen eines Zeugen ist die Verpflichtung zur Wahrheit. Wenn ein Unglaubwürdiger das Wort Gottes verkündet, ist er kein Zeuge. Und es ist nicht das Wort Gottes.

Das Bestreben des modernen Menschen ist, lange zu leben. Ewig zu leben – das interessiert ihn weniger.

Was der Mensch sät, das wird er ernten. Wenn er Aufregung und Empörung sät, wird er Aufregung und Empörung ernten. Wo bleiben die Friedensstifter?

Dein Gebet muss echt sein, deine Anbetung muss echt sein, deine Nachfolge von Jesus muss echt sein. Alles, was nicht echt ist, hat vor Gott keinen Wert.

Wenn ein Christ nicht das Sehnen hat, heimzugehen um beim Messias zu sein, was ist er dann für ein Christ?

Es ergibt ein falsches Bild, sich die Menschheit Gott gegenüber als Masse vorzustellen. Vor Gott ist jeder Mensch ein Einzelner – frei und verantwortlich.

Beim Blick auf die Entwicklung der Menschheit wäre Verzweiflung die angemessene Reaktion. Aber Verzweiflung ist in der humanistischen Welt nicht erlaubt – sie wird therapiert. Dabei könnte sie dem einen oder anderen vielleicht doch noch die Tür zu Gott öffnen.

Jesus sagt: „Wenn jemand Erster sein will, soll er letzter von allen und Diener von allen sein!“ Das klingt einfach, das geht leicht, da ist keiner im Weg.

Entweder ist die Selbstoffenbarung Gottes an die Menschen wahr, wie die Bibel sie berichtet, oder es weiß kein Mensch auf der Welt etwas Sicheres von Gott – eine grauenhafte Vorstellung.

Die Bestimmung des Menschen war, ein Ebenbild Gottes zu sein. Das hat er verloren. Deshalb heißt die Bestimmung jetzt, ein Ebenbild Gottes zu werden. Das ist Gottes Angebot in Jesus dem Messias.

Der größte Verlust des Menschen ist der Verlust des Ewigen. Damit kann er gut leben. Der Verlust von irdischen Dingen kann ihn aber zum Verzweifeln bringen. Dann braucht er psychologische Betreuung.

Über die Tatsache, dass er sterben muss, täuscht sich der Mensch damit hinweg, dass er jetzt noch nicht sterben muss. Intellektuell ist das eine schwache Leistung.

Es gibt im Neuen Testament Briefe, die ausdrücklich an Heilige adressiert sind: 1.Korinther, 2.Korinther, Römer, Philipper, Kolosser und Epheser.

Für die Frage nach Gott seien die Theologen zuständig? Nein, dafür bist du zuständig. Und es ist deine Lebensaufgabe.

Jesus ist der Gesandte Gottes in dem Sinne, dass sich der unsichtbare Gott den Menschen in einer sichtbaren Gestalt offenbart hat. Wie man mit Jesus umgeht, geht man mit Gott um.

Die Wahrheit ist bei Gott. Je näher bei Gott, desto näher bei der Wahrheit. Je ferner von Gott, desto tiefer in Verwirrung, Irrtum und Lüge.

Der Mensch will, dass die Welt sich ändert. Gott will, dass der Mensch sich ändert. Die Welt zu ändern, ist unrealistisch. Den Menschen zu ändern, ist Gottes realistisches Angebot.

Der Mensch will den Weltfrieden, den kriegt er nicht. Jesus bietet ihm den Frieden mit Gott an, den will er nicht.

Gott dienen ist etwas anderes als meinen, Gott zu dienen. Ob du meinst, Gott zu dienen, entscheidest du selbst. Ob du Gott dienst, entscheidet Gott.

Das Gegenteil von Furcht ist in der Bibel nicht Mut, sondern Glaube. Jesus sagte ihnen: „Warum seid ihr furchtsam? Warum habt ihr keinen Glauben?“

Wer für Gott keine Bedeutung hat, hat überhaupt keine Bedeutung.

Der Glaube an Jesus ist kein Spiel, sondern Ernst. Er erfordert die ganze Hingabe des ganzen Menschen. Wie sagte man früher: Sei ganz sein, oder lass es ganz sein!

Die aktuelle Weltlage aus biblischer, das heißt realistischer Sicht: Die Einschläge kommen näher, die Schlinge zieht sich zu. Kopf hoch: Der Herr kommt bald.

Die aktuelle Weltlage aus evolutionstheoretischer Sicht: Eine hochentwickelte Säugetier-Spezies, die zufällig aus einer langen Reihe sinnloser Zufälle hervorgegangen ist, zerstört durch ihr artspezifisches Verhalten ihren natürlichen Lebensraum auf dem Planeten Erde, der durch eine noch viel längere Reihe sinnloser Zufälle entstanden ist. – Wie sagte doch Jesus: Euch geschehe nach eurem Glauben!

Es gibt keine überzeugenden Gründe dagegen, Gott in allen Dingen zu gehorchen.

Wer Gottes Reden hören will, der muss schweigen. Redende, quatschende, quasselnde Menschen können Gott nicht hören.

Im Reich Gottes gibt es erfahrene, reife, erwachsene Christen, aber keine Profis.

Wer Jesus nachfolgen will, muss zu Fuß gehen, nicht auf dem hohen Ross sitzen. Du musst absteigen und ein einfacher Christ werden.

Es gibt drei sichtbare Dinge in der Welt, durch die Gott sich bezeugt: Die Schöpfung, die Bibel und das Wirken des Heiligen Geistes in der Gemeinde. Kein Wunder, dass der Satan gerade diese drei zu verdunkeln sucht – durch die Evolutionstheorie, die Bibelkritik und das klerikale System.

Allegorische Auslegung ist die fromme Version der Bibelkritik. Sie bringt nicht die Aussage des Bibeltextes zum Ausdruck, sondern die fromme Sichtweise des frommen Auslegers. Für das Verständnis der Bibel ist sie wertlos.

Was ist der größte Betrug? Einem Menschen, der keine ewige Rettung hat, einzureden, er habe sie.

Die Grundsatzfrage in der Seelsorge ist die, ob der alte Mensch gepflegt oder getötet wird.

Leider meinen viele, die Kirche habe etwas mit Gott zu tun. Damit hat die Verwirrung schon begonnen.

Mach einen Christen zu einem Pastor, und er fängt an, eine Rolle zu spielen.

Die entscheidende Frage im Leben ist, wie es zwischen dir und Gott steht. Sie entscheidet über Zeit und Ewigkeit.

Was sich in deinem Herzen zwischen dir und Gott abspielt, das ist der Kern des wahren Christseins.

Die christliche Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Menschen, in der keiner sich wichtig nimmt, keiner sich wichtig macht, keiner sich über den andern erhebt. Das ist das neutestamentliche Prinzip. Und obendrein sehr entspannend.

Alles, was von Gott kommt, kommt aus der Ruhe und aus der Kraft. In seinem Reich gibt es keine Hektik. In der Gegenwart Gottes bist du nicht in der Zeit, sondern in der Ewigkeit.

Wenn Gott konkurrenzlos wichtig ist in deinem Leben, wenn alles ihm untergeordnet ist, dann ist jegliches Tun und Handeln in deinem Leben Gottesdienst.

Wenn Gott Gott ist und kein Hampelmann, dann ist er das Zentrum der Welt, der Mittelpunkt des Lebens, das Ein und Alles. Jeder Versuch, etwas mit ihm auszuhandeln oder ihm etwas vorzumachen, ist dann eine Lästerung.

Jede Tendenz, neben Gott noch etwas anders wichtig zu nehmen, ist Götzendienst. Ihn ernst zu nehmen (zu fürchten), ist dagegen der Anfang der Weisheit und des Lebens.

Du musst dich entscheiden, ob du menschlich oder geistlich denken und handeln willst. Beides zusammen geht nicht.

Wenn manche wüssten, dass sie dem Verderben entgegengehen, hätten sie es vielleicht nicht so eilig.

Im Reich Gottes gehört Gott allein die Ehre, wird unter Menschen weder Ehre gegeben noch Ehre angenommen. Heilige kann man nicht verehren, sie nehmen keine Verehrung an. Wenn sie es doch tun, sind sie keine Heiligen.

Wenn Gott und du verschiedener Meinung sind, wer hat dann wohl Recht?

Die größte Gefahr im Christentum ist, es nur zu spielen.

Der Kern des Christentums ist die Freundschaft mit Gott.

Die Hauptkrankheit der „christlichen“ Lehrer- und Leiterschaft ist die: sich selbst wichtig nehmen und wichtig machen. Paulus nennt das „sich aufplustern“ und „meinen, etwas zu sein“. Geistlich gesehen ist da der Tod im Topf.

Das Problem der Bibeltreuen ist, dass sie nur bibeltreu sind, soweit es ihnen passt.

Du kannst dein Leben entweder von Gott oder von Menschen bestimmen lassen. Beides zusammen geht nicht.

Im Reich Gottes ist alles Einfachheit, Echtheit, Wahrheit, Klarheit, Reinheit, Durchsichtigkeit, Qualität und Kraft.

Wer die Wahrheit nicht verträgt, ist nicht geeignet für das Reich Gottes.

Wenn du Frieden willst, musst du ihn mit deinen Feinden schließen.

Du kannst nicht Jesus folgen, wenn du nicht bereit bist, dich abgrundtief in Frage stellen zu lassen.

Humor ist eine Gabe Gottes. Ich weiß nicht, wie man humorlos Christ sein kann.

Ein eigenartiges Gefühl: Leben in einer untergehenden Welt …

Zur modernen Theologie: Entweder sind die biblischen Autoren Lügner und Betrüger, oder ihre modernen Ausleger. Die Entscheidung darüber ist einfach.

Alles, was sich christlich nennt, aber nicht christlich ist, ist antichristlich.

Kernsätze zum Nachdenken sind nicht nur zum Nachdenken. Aus dem Denken kommt das Reden und das Handeln.

Die zehn Gebote

Die zehn Gebote kommen im Alten Testament zweimal vor, in 2 Mo 20, wo Gott die Worte vom Berg herab direkt zum Volk Israel spricht, und in 5 Mo 5, wo Mose sie vor dem Einzug ins Land Kanaan dem Volk noch einmal wiederholt.

Wenn ich beim Übersetzen der alttestamentlichen Texte auch die griechische Übersetzung mitlese, dann habe ich vier Versionen davon, zwei hebräische und zwei griechische. Und hier fällt auf, dass die Reihenfolge von drei der zehn Gebote in den Versionen verschieden ist. Und auch an anderen Stellen der Bibel werden diese Gebote in unterschiedlicher Reihenfolge aufgezählt. Es handelt sich um die Gebote (nach biblischer Zählung) 6 – 8, ich zitiere hier die Versionen:

2 Mo 20 hebräisch:

Du sollst nicht morden! Du sollst nicht die Ehe brechen! Du sollst nicht stehlen!

2 Mo 20 griechisch:

Du sollst nicht die Ehe brechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht morden!

5 Mo 5 hebräisch:

Du sollst nicht morden! Du sollst nicht die Ehe brechen! Du sollst nicht stehlen!

5 Mo 5 griechisch:

Du sollst nicht die Ehe brechen! Du sollst nicht morden! Du sollst nicht stehlen!

Wir sehen: Die zwei hebräischen Versionen sind gleich, und die griechischen Versionen stimmen darin überein, dass das Verbot des Ehebruchs zuerst kommt. Und ich erinnere daran, dass in der Textüberlieferung die griechischen Texte die älteren sind. Die griechischen Übersetzer haben also zu ihrer Zeit „Du sollst nicht die Ehe brechen!“ als 6. Gebot vorgefunden.

Das passt zusammen mit der Darstellung, die ich von meinem damaligen Lehrer für Altes Testament Hartmut Gese gelernt habe. Der Kern seiner Aussage besteht darin, dass sich das Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ ursprünglich auf den Menschen bezog. Du sollst nicht (Menschen) stehlen, also nicht rauben, entführen, versklaven, etc.. Es bezieht sich auf alles, was auch heute noch als Menschenhandel und Freiheitsberaubung strafbar ist.

Und damit ergibt es eine sehr sinnvolle Reihenfolge. Die zehn Gebote lassen sich dann einteilen in fünf Gebotspaare, die jeweils ein gemeinsames Thema haben. Ich zitiere die Gebote in Kurzform:

1. Gebotspaar – es geht um Gott an sich:

a) Es soll für dich keine anderen Götter geben gegen mich!

b) Du sollst dir kein Gottesbild machen!

2. Gebotspaar – es geht um die Beziehung zu Gott:

a) Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht für Nichtiges verwenden!

b) Bewahre den Tag der Ruhe, dass du ihn heilig hältst!

3. Gebotspaar – es geht um die dem Menschen übergeordnete Gruppe, die Familie:

a) Ehre deinen Vater und deine Mutter!

b) Du sollst nicht die Ehe brechen!

4. Gebotspaar – es geht um den Menschen an sich, sein Leben und seine Freiheit:

a) Du sollst nicht morden!

b) Du sollst nicht stehlen!

5. Gebotspaar – es geht um den Mitmenschen, sein Recht und seinen Besitz:

a) Du sollst nicht als falscher Zeuge aussagen gegen deinen Mitmenschen!

b) Du sollst nicht gierig sein nach der Frau deines Mitmenschen, du sollst nicht gierig sein nach dem Haus deines Mitmenschen, seinem Feld, seinem Knecht, seiner Magd, seinem Rind, seinem Esel und allem, was deinem Mitmenschen gehört!”

Wir sehen hier eine Lebensordnung, die vom Schöpfer des Universums bis zum Esel im Stall des Nachbarn alle Lebensbereiche umfasst, regelt und schützt. Und ich denke, dass die Weisheit, die diese zehn Worte hervorgebracht hat, nicht von dieser Welt ist. Das hätte auch der Weiseste so nicht hingekriegt …